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Dienstag, 8. Juli 2008

Kopf meets Wand, Part I

Einige gehen mit dem Kopf durch die Wand.
Andere einfach nur dagegen.

Ein Wunder, das ich mir so noch keine Gehinrerschütterung geholt habe..
Im Moment weiss ich wirklich nicht mehr, wo oben und unten ist.
Links, rechts?
Irgendwie ist alles so durcheinander..

Wie kommt man da bloss wieder raus.
Alles aufschreiben?
Alles erzählen?
Was darf man erzählen, ohne das Vertrauen anderer zu missbrauchen, was kann man sagen ohne eine Verräterin zu sein?
Wo ist die Grenze?

Aber egal.
Wo ist die Tür?


You left me with nothing - now it's all I've got!


@Xera, da tun sich einige Fragen auf:
Sieht ein Narziss sich jedoch zwingend als Mensch?

Als was denn sonst?
Als Übermensch?

Oder liebt er einfach das "sich"?

Ein "sich" ohne Zuordnung?
Existiert so ein "sich" überhaupt?



Montag, 7. Juli 2008

Misanthrop II

@Xera:
Schoppenhauer meinte zur genaueren Erklärung der Misanthropie folgendes:
So treibt das Bedürfnis der Gesellschaft, aus der Leere und Monotonie des eigenen Innern entsprungen, die Menschen zueinander; aber ihre vielen widerwärtigen Eigenschaften und unerträglichen Fehler stoßen sie wieder voneinander ab. (Die Stachelschweine)

Da ein Misanthrop die Menschen als das sieht, was sie sind (man verzeihe mir meine parteiische Schreibweise) nämlich Abschaum der schlimmsten Sorte, wird er nur schon von seiner Grundüberzeugung kein Narzisst sein können.
-> Denn als Narzisst bist du selbstverliebt, was ein Grundkonflikt in sich selbst darstellen würde.

Ausser wir stellen uns die Frage ob ein Narzisst selbstverliebt in sein Dasein als Mensch oder seine Psyche ist?
Macht das,vom Standpunkt eines Misantrophen gesehen, wirklich einen Unterschied?

Was mich beschäftigt wäre die Frage, wie ein Misanthrop es dann mit sich selbst aushält?
Vielleicht kann er, durch das Annehmen der misanthrophischen Lebenseinstellung, durch das Erkennen das ihn das miteinschliesst resiginieren?

Jedenfalls, danke für deinen Gedankenanstoss, würde mich über eine Antwort freuen.


Sonntag, 6. Juli 2008

Misanthrop

Schwieriges Wort, irgendwie.
Also, ein Misanthrop ist jemand der Menschen an sich verachtet und hasst.
Eigentlich ist jeder irgendwann für eine bestimmte Zeit ein Misanthrop..

Finde das noch schwer, so ein "Vollzeit-Misanthrop" zu sein.
Kann man das überhaupt?

Menschen nur verachten und hassen.
Ist man dann nicht blind für liebevolle, warmherzige, offene Seelenverwandte?
Verletzt man damit nicht viel zu viele?

Kann man so einsam durchs Leben gehen?
So hassend?

Hass zerfrisst die Seele, auf Dauer.
Wie soll man so also Misanthrop werden und dabei überleben?

Ist Misanthropie dann nicht eigentlich Selbstmord auf Raten?